Freie Alternativen sammeln

Ich muss zugeben, einige Anwendungen überzeugen durchaus mit Benutzerfreundlichkeit. Blöd nur, dass diese oftmals von Unternehmen vertrieben werden, da so eine Abhängigkeit besteht. Aber das kann man ja ändern.Zunächst einmal, warum?

Freifunk-Test
Flickr: „Freifunk-Test von stk_ulm (CC-BY)

Sei es nun Fireworks, das Latitude Dashboard oder eine andere beliebte Lösung: Wenn das Unternehmen nicht mehr will, ist Ende. Und da der Quellcode nicht offen liegt, kann man nicht einmal selber eine lauffähige Version erstellen.

Andererseits gibt es manchmal nicht wirklich Alternativen. Das ist mir deutlich geworden, als ich von der ersten Gruppenkonferenz des Open Education Arbeitsgruppe der Open Knowledge Foundation las. Es ist ja schön, dass sie Etherpad verwenden … aber womit könnte man Google Hangouts ersetzen? Palava.tv? Und wie speichert man es? Und aufbereiten?

Ich muss sagen, da ist Google derzeit wirklich voraus. Aber die Nutzer werden zunehmen unwillig.

Um den ganzem Struktur zu geben, hab ich kurzerhand ein Repository auf GitHub aufgemacht. Ich hätte es natürlich auch in einem Pad o.Ä. zusammentragen können, aber ein Repo hat den Vorteil der Versionskontrolle – und außerdem tummeln sich gerade eh viele Entwickler und Anhänger Freier Software auf GitHub 😉

Die Liste kann auch als Inspiration dazu dienen, wo noch Freie Software benötigt wird.

Ich würde mich freuen, wenn ihr Vorschläge unterbreiten würdet. Es muss nicht als Ticket oder Pull Request auf GitHub geschehen. Ein Kommentar hier ist genauso gut 😉

Wenn ihr erwähnt werden wollt, bitte die Art und Weise mit angeben!

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5 Gedanken zu “Freie Alternativen sammeln

  1. Ich verstehe nicht so richtig wieso man eine freie Alternative zu Google Hangouts braucht. Das Google pleite geht ist doch sehr unwahrscheinlich. Ausserdem lege ich ja keine Daten bei Hangout ab. Wenn der Dienst tot ist dann benutze ich einfach Skype oder Fringle oder was anderes. Der Migrationsaufwand ist ja gleich 0.

    Ausserdem ist Open Source alleine auch keine Lösung. Es gibt haufenweise open source projekte die nicht mehr aktiv gewartet werden. Was bringt es mir den wenn ein projekt open source ist aber keiner mehr die 100 tausend Zeilen Quellcode warten kann oder will? Da nutze ich lieber eine kommerzielle Lösung bei der ich weis das Fehler schnell behoben werden. Ich bin sogar bereit dafür zu bezahlen 😉

    Als Student habe ich mir meinen Linux Kernel noch selbst kompiliert. Heute habe ich keine Zeit mehr mich Tage lang mit dem Linux Kernel auseinander zu setzen. Deshalb nutze ich Mac OS X. Das läuft einfach. Und dafür bin ich auch bereit Geld zu bezahlen.

    Ich bin ein großer Freund von Open Source. Aber Open Source macht nur Sinn wenn es auch eine aktive Community hinter dem Projekt gibt. Und die Open Source Projekte die am besten laufen, sind auch diejenigen die mit dem Projekt in irgendeiner weise Geld verdienen. Die Core-Comitter müssen ja auch Ihre Miete bezahlen. Die leben nicht von Luft alleine.

    • Mir geht es um die ethische Seite. Von daher versuche ich auch, nicht nur quelloffene, sondern Freie Software zu benutzen, wo immer es geht. Quelloffener Code kann von vielen reviewed werden, was ja auch bei den größeren Projekten (Kernel, GIMP, Middleware, …) geschieht. Die aussterbenden Projekte sind im Normalfall ja Anwendungen. So ist das eben im Ökosystem.

      Und warum ich nach einer Alternative zu Skype/Hangouts suche: Zum einen muss ich meinen Gegenüber zwingen, sich auch bei dem Dienst anzumelden (btw. Skype erlaubt nicht einmal das _Löschen_!), zum anderen mag ich nicht gerne mich unterhalten, wenn ich ständig im Hinterkopf behalten muss, dass ich gerade ausspioniert werden könnte. Seit der Übernahme ist’s bei Skype ja eigentlich bekannt …

      Fringle kannte ich bis dato gar nicht.

      Der Linux Kernel muss bei mir gar nicht mehr kompiliert werden. Den bekomm ich so rein 🙂

      • Ja. Das mit dem Mithören ist natürlich so eine Sache. Wäre mir auch lieber wenn Skype nicht zu MS gehören würde 😉

        Und das mit dem Review stimmt auch. Wenn der code offen liegt dann kann können andere das reviewen und das ist um einiges sicherer. Das ist mir auch lieber. Nur finde ich es scheisse wenn machen alles open source und um sonst haben wollen. Die Entwickler von open source projekten müssen auch irgendwie Geld verdienen. Von daher sollte man open source nicht mit „um sonst“ gleich stellen.

  2. Mach ich ja auch nicht!

    Viele (RedHat, NginX, …) finanzieren sich über Schulungen und Support-Verträge. Für die Community kann man natürlich auch Hilfe von Freiwilligen in Anspruch nehmen.

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