P2P und Verteilte Netze

Da schreibt ein Journalist darüber, dass das Internet kaputt sei – und alle springen drauf auf! Na ja, wenn’s kaputt ist, lasst es uns reparieren!Sicher, es dauert Zeit. Aber ein erster Schritt sollte doch eine Bestandsaufnahme sein.

P2P
Flickr: „P2P von Txopi (CC-BY)

Besonders interessiere ich mich gerade für Peer-to-Peer (kurz P2P) und verteilte Netzwerke. Ich denke, hier können wir noch so einiges in Zusammenarbeit mit Afrika lernen. Sei es anhand von Forschungsprojekten oder anhand von Schulnetzwerken. Das schwache Netz dort macht die Leute erfinderisch, so dass hierzulande auch der Freifunk davon profitieren könnte.

Passend dazu sammelt die Free Software Foundation auch gerade. Denn sie hat erkannt, dass eine Freie Gesellschaft nur auf Freier Software aufbauen kann (technisch betrachtet).

Ich mein, sicher, es ist angenehm, alle Dienste aus einer Hand  zu bekommen. Aber das muss ja nicht gleich bedeuten, dass diese eine Hand einem Unternehmen gehört. Google ist ja beispielsweise auch ziemlich nachlässig, was seine Image-Politur angeht. Was mir so vorschwebt, ist, dass wir jetzt analysieren, wo Bedarf besteht. Und anfangen, Lösungen zu entwickeln. Wenn dann ein Umbruch kommt (und der wird kommen! Das Internet sah schon ganz andere Giganten untergehen …), dann sollten diese Lösungen soweit ausgereift sein, dass man sie anbieten kann.

Ein Eckpunkt dabei ist die Möglichkeit, Dienste selber zu hosten. Das Problem dabei liegt darin, dass die Kapazitäten begrenzt sind. Aber wir haben ja das Internet! In den Anfängen (Stichwort: DARPA) war es doch auch schon darauf ausgelegt, trotz Ausfall einzelner Server zu funktionieren. Wir brauchen also intelligente (und offene!) Lösungen, die Server miteinander zu vernetzen. Das kann Diaspora* sein. Das kann Jabber/XMPP sein. Das kann aber auch YaCy sein. Oder gar das Usenet! Die Strukturen sind also in gewissem Sinne schon da. Sie müssen nur ausgebaut und harmonisiert werden. Diaspora* bezeichnet das als Förderation. Es wäre also richtig stark, wenn die einzelnen Projekte sich auf ein Standard-Austausch-Format einigen könnten.

Usability (also die Benutzerführung) kann man sich dann auch von erfolgreichen Startups abschauen. Die sollen ja angeblich eh gerade das Internet umkrempeln.

Also, ran an den Speck! Fight back!

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